Haltung & Positionierung
Mir ist wichtig, Räume zu gestalten, in denen Verschiedenheit Platz haben darf und Menschen sich mit ihrem Erleben ernst genommen fühlen.
Ich selbst komme aus einem weißen, akademischen, überwiegend westdeutsch und westeuropäisch geprägten Kontext und bewege mich damit in einer Position struktureller Privilegien. Mir ist bewusst, dass solche Einordnungen nicht neutral sind, sondern historisch und kulturell machtvoll konstruiert wurden.
Zugleich trägt meine eigene Familiengeschichte Erfahrungen von Ost-West-Verschiebungen und inner-europäischen Grenzziehungen, die meine Sensibilität für Fragen von Zugehörigkeit, Macht und kulturellen Zuschreibungen mitprägen. In meiner eigenen Partnerschaft und in meiner Arbeit bin ich immer wieder herausgefordert, kulturelle Selbstverständlichkeiten zu hinterfragen.
Mir ist bewusst, dass auch Therapie, Mediation und Beratung keine neutralen Räume sind, sondern historisch von westlichen, weißen, akademischen und lange Zeit männlich dominierten Wissens- und Beziehungskulturen geprägt wurden. Ich verstehe es als Teil meiner Verantwortung, eurozentrische sowie andere dominante Perspektiven zu reflektieren, zuzuhören und weiter zu lernen – und gemeinsam Wege zu erkunden, wie Beziehung, Kommunikation und Heilung in unterschiedlichen kulturellen Kontexten lebendig werden können.